Mitarbeiter im Rampenlicht: Leen Verleyen

Struktur bei der Arbeit, Biodiversität zu Hause

Bei Floréac ist Leen Verleyen als Backoffice-Managerin für Belgien und die Niederlande eine feste Größe. Sie koordiniert die Teams, die für den Einkauf und die Vertriebsunterstützung zuständig sind, und sorgt für eine reibungslose, kundenorientierte Abwicklung der Prozesse. In ihrer Rolle stehen Struktur, Überblick und enge Zusammenarbeit im Mittelpunkt.

Außerhalb der Arbeitszeiten liegt ihr Fokus auf einer anderen Art von Organisation: der von Bienenvölkern. Was als gemeinsames Interesse begann, entwickelte sich zu einer Leidenschaft, die perfekt zu dem grünen Sektor passt, in dem sie tätig ist.

Vom Interesse zum Engagement

Die Idee, mit der Imkerei zu beginnen, entstand eher zufällig durch einen Aufruf des örtlichen Imkerverbands. Gleichzeitig waren Leen und ihre Familie gerade dabei, ihren Garten anzulegen. Die Verbindung war schnell hergestellt: ein Garten, der nicht nur schön ist, sondern auch der Biodiversität dient.

Gemeinsam mit dem Nachbarn wurde der Schritt zu den ersten Bienenstöcken gewagt. Diese Zusammenarbeit erwies sich als unerlässlich. Imkerei ist schließlich keine Theorie, sondern Praxis. Erfahrungen sammeln, beobachten und Anpassungen vornehmen stehen im Mittelpunkt.

Leben im und um den Bienenstock

Heute stehen ein bis drei Bienenstöcke im Garten, je nachdem, wie die Völker den Winter überstehen. Das bleibt eine heikle Zeit, mit Herausforderungen wie der Varroamilbe und dem Druck durch die asiatische Hornisse.

Wenn ein Volk ausfällt, wird es neu aufgebaut. Entweder durch Kauf oder indem man selbst einen Ableger bildet. Dieser Prozess erfordert Geduld, bringt aber gleichzeitig viel Befriedigung.

Was immer wieder fasziniert: Keine Saison gleicht der anderen. Bienen passen sich ständig an, was die Imkerei dynamisch und lehrreich macht.

Bienen als Motor der Biodiversität

Der Einfluss der Bienen ist beträchtlich. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Bestäubung von Zierpflanzen, Nutzpflanzen und Wildflora. Ohne Bestäuber gerät die Biodiversität unter Druck.

Für eine Branche wie die unsere ist dieser Zusammenhang offensichtlich. Was im Garten geschieht, passt nahtlos zu dem, wofür wir uns beruflich einsetzen.

Ein Garten, der für Bienen funktioniert

Bei der Gestaltung des Gartens wurde bewusst auf ein breites und vielfältiges Pflanzenangebot gesetzt. Das Ziel: von dem frühen Frühling bis zum Herbst Nahrung bereitzustellen.

Bäume wie Linde, Weide und Johannisbeerstrauch bilden eine wichtige Grundlage. Ergänzt werden sie durch Stauden wie Echinacea, Astrantia, Lavendel und Nepeta, die über die gesamte Saison hinweg blühen.

Auch Blumenzwiebeln spielen eine Rolle, vor allem im frühen Frühling, wenn Nahrung knapp ist.

Das Ergebnis ist ein Garten, der ständig in Bewegung ist. Kein streng gemähter Rasen, sondern ein funktionales Ökosystem, in dem Nektar und Pollen im Mittelpunkt stehen.

Mehrwert bis in den Gemüsegarten

Neben dem Ziergarten gibt es auch einen Gemüsegarten. Dort wird der Effekt der Bestäubung sofort sichtbar. Pflanzen wie Zucchini und Bohnen sind auf Insekten angewiesen.

Mehr Bienen bedeuten ganz einfach einen besseren Ertrag.

Der Gemüsegarten ist gleichzeitig ein Lernort. Für die Kinder ist die Anwesenheit von Bienen selbstverständlich. Sie wachsen mit Wissen über die Natur auf und geben dieses auch aktiv weiter, unter anderem in der Schule.

Was macht einen Garten insektenfreundlich?

Die Prinzipien sind einfach und auch in kleinerem Maßstab umsetzbar:

  • Blütezeiten staffeln
  • Für Abwechslung bei der Bepflanzung sorgen
  • Weniger kurz mähen
  • Keine Pestizide verwenden
  • Platz für natürliche Bereiche lassen

Selbst mit begrenztem Platz im Freien kannst du etwas bewirken.

Bees

Vom Bienenstock zum Glas Honig

Bei jungen Völkern bleibt der Honig als Nahrung im Bienenstock. Stärkere Völker liefern einen Überschuss. Dieser Honig wird geschleudert, gereift und zu einem reinen Endprodukt verarbeitet.

Ein Bienenstock kann jährlich 20 bis 40 kg Honig produzieren, der in kleinem Kreis verteilt wird.

Mit der Imkerei beginnen?

Der wichtigste Tipp: Fangen Sie nicht alleine an. Der Beitritt zu einem Imkerverein oder die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Imker beschleunigt den Lernprozess erheblich.

Leens Favorit

Wenn es eine Pflanze gibt, die überall einen Platz verdient, dann ist es Lavendel. Kraftvoll, attraktiv für Bienen und optisch unverkennbar. Eine logische Wahl für jede bienenfreundliche Bepflanzung.

Kurz zusammengefasst

Was Leen zu Hause umsetzt, passt perfekt zu dem, wofür Floréac steht: mit der Natur arbeiten, nicht gegen sie. Kleine Maßnahmen machen einen großen Unterschied – für Bienen, für die Biodiversität und für die Branche als Ganzes.